Die Grüne Alternative Liste steht für Umweltschutz und Nachhaltigkeit, Bildungsgerechtigkeit und Frauen*förderung.
Unsere Kernforderungen sind daher gelebter Umweltschutz, Selbstversorgung und Selbstbestimmung an der Freien Universität!

Besonders einsetzen wollen wir uns in der nächsten Legislatur im StuPa für:

- eine bezahlbares Semesterticket durch eine grundlegende Neubrechnung des Semesterticketpreises
- den Ausbau von Fahrradwegen insbesondere nach und in Dahlem
- regionales Essen in den Mensen des StudiWerkes und ein Ausbau des vegetarischen Angebotes
- den Ausbu der Frauen*förderung insbesondere unter den Lehrenden
- Abschaffung von Anwesenheitslisten

Im Einzelnen:

Umweltschutz und Selbstversorgung jetzt!

Umweltschutz ist Hochschulpolitik!

In den letzten Jahren ist deutlich geworden, dass der CO2-Anstieg in unserer Atmosphäre wesentlich schnellere und stärkere Auswirkungen hat, als Wissenschaftler_innen ursprünglich vorausgesagt hatten. Der Klimawandel mit seinen verheerenden Folgen für alle Lebewesen ist kaum noch abzuwenden und verändert bereits jetzt Ernährungs- und Lebensräume drastisch.
Auch die Freie Universität, die mit mehr als 4000 Beschäftigten eine der größten Arbeitgeberinnen Berlins und mit mehr als 30.000 Studierenden eine der größten Universitäten Deutschlands ist, muss sich seiner Verantwortung für den Schutz von Klima und Umwelt in Forschung und Praxis konsequent stellen.
Zwar schmückt sich die Leitung der Freien Universität stets mit ihrer Sensibilität für Klima- und Umweltschutz. Doch leider zieht sie aus der propagierten Annahme, Energie sparen und Umwelt schonen seien eine allumfassende Aufgabe, nicht die entsprechenden Konsequenzen. Und so sind vereinzelte Photovoltaikanlagen auf den Dächern der FU und die zwei 2013 eröffneten Blockheizkraftwerke Tropfen auf den heißen Stein. Abhängig bleibt die FU Berlin weiterhin von großen Energiekonzernen, die nach wie vor auf gefährliche Atomkraft und schmutzige Kohle setzen.
Die Grüne Alternative Liste fordert deshalb die energietechnische Umgestaltung der Universität mit dem Ziel der Unabhängigkeit von zentralisierter Energieversorgung aus überholten Energiequellen! Wir rufen die Universitätsleitung der FU Berlin und alle Studierenden dazu auf, mit dem Klimaschutz ernst zu machen: Dieser beginnt mit einem umfassenden Klimaschutzprogramm auf FU-Ebene und im Seminarraum.
Wir setzen uns im Studierendenparlament und darüber hinaus ein für eine dezentrale, die Umwelt schonende, dem tatsächlichen Bedarf entsprechende und faire Energieversorgung:

1. Vorfahrt für Energieeinsparung und effiziente Energienutzung, denn Klima- und Umweltschutz bedeutet neben der Nutzung regenerativer Energiequellen auch niedrigeren Verbrauch
2. Unabhängigkeit von zentralisierten Energieversorgern und Vorrang für eine klimaschonende, dezentrale, regenerative Stromerzeugung
3. Ausstieg aus der indirekten Finanzierung hochriskanten Atomstroms
4. Ausbau der Nutzungsmöglichkeiten des öffentlichen Nahverkehrs, insbesondere eine bezahlbare Ausweitung des Semestertickets
5. Ausbau von Fahrradwegen und Implementierung alternativer Mobilitätskonzepte

Bildungsgerechtigkeit

Grüne Politik bedeutet im allgegenwärtigen Bolognaprozess und angesichts der voranschreitenden Ökonomisierung des Studiums, auch für Bildungsgerechtigkeit aktiv einzutreten. Dies heißt für uns Zugang zu Hochschulbildung unabhängig von ökonomischen Voraussetzungen zu gewähren und die Universität als einen sozial verträglichen Raum zu gestalten:

1. Weitere Anhebung des Bafögregelsatzes und gegen Elitenförderung.
2. Förderung von Studierenden in ökonomisch unsicheren Verhältnissen
3. Ein weiterhin konsequentes „Nein!“ zu Studiengebühren
4. Flexible und individuelle Gestaltung des Studiums inkl. Teilzeitstudium und mehreren Prüfunsgwiederholungen
5. Verbesserter Zugang zur Hochschule für ausländische Studierende und Menschen mit unsicherem Aufenthaltsstatus

Für die konkrete hochschulpolitische Arbeit an der Freien Universität Berlin bedeutet dies, gegen eine weitere Verschulung und Ökonomisierung des Studiums und eine Verschärfung der Prüfungsbedingungen einzutreten. Untragbar erscheint uns die Fokusierung auf Leistungspunkte und Qualifikationsziele, wenn gleichzeitig Studieninhalte zurücktreten. Wir setzen uns deshalb ein für:


1. Die Abschaffung der erneut eingeführten Anwesenheitspflicht.
2. Die Konzeption des Studiums seines Inhaltes nach und nicht einer vorgegebenen Form.
3. Ausbau des Sprachenangebotes und fremdsprachige Studienangebote

Geschlechterdemokratie

Uns Grünen ist Frauen*förderung ein besonderes Anliegen! Das gilt für die Besetzung der Wahllisten ebenso wie für unsere inhaltliche Ausrichtung, insbesondere auf Möglichkeiten partizipativer Geschlechterdemokratie und effektiver Gleichstellung. Wir fordern deshalb:

1. Geschlechtersensible Stellenpolitik an der FU Berlin, insbesondere eine konsequente Besetzung freier Planstellen mit qualifizierten Frauen*! Gleiches gilt für die studentische Selbstverwaltung!
2. Effektivere Maßnahmen, um die Gleichstellung von Frauen* tatsächlich zu gewährleisten
3. Offene Auseinandersetzungen mit Gleichstellungs- und Diskriminierungsfragen an der Universität.

Wir treten ein gegen sexistische Strukturen, Verhaltensweisen und Darstellungen. Wir wehren uns gemeinsam gegen frauenfeindliche Äußerungen männlicher Profs oder sexistische Campustüten.

Partizipation und Mitbestimmung durch Basisdemokratie

Wir sind eine basisdemokratisch organisierte Gruppe, in der alle Aktiven unmittelbar beteiligt sind an Diskussionen, Entscheidungsfindungsprozessen und Aktionen. Auf diese Weise können sich alle unabhängig von offiziellem Status, Mandat oder Amtsträgerschaft beteiligen und Grüne Politik aktiv mitgestalten. Wir unterstützen deshalb auch die basisdemokratische Organisierung der Studierendenschaft, die getragen wird von offenen Studi-Initiativen an den Instituten und Fachbereichen sowie fachübergreifenden Gruppen und ohne weitere Repräsentativorgane funktioniert. Dennoch ist es uns ein Anliegen, in Studierendenparlament und Akademischem Senat vertreten zu sein, um auch in diesen höchsten Gremien der verfassten Studierendenschaft der FU bzw. der Universität unsere Ziele zu vertreten und durchzusetzen.

1. Hochschulpolitik, die transparent ist und offen für die Beteiligung aller Statusgruppen an der Universität
2. Abschaffung der professoralen Mehrheit in den Akademischen Gremien.
3. Gleichberechtigte Beteiligung der Studierenden an allen universitären Entscheidungen.
4. Organisierung von zentralen und dezentralen Vollversammlungen unter breiter Beteiligung der Studierendenschaft

Alternative Mobilität

Fahrradfahren ist eine sinnvolle und begrüßenswerte Alternative zum motorisierten Individualverkehr. Die Vorteile sind klar: Ressourcen schonende Fortbewegung, Reduzierung des CO₂- Ausstoßes, geringerer Bedarf an versiegelten Flächen (für Parkplätze und Straßen), Lärmminderung und nicht zuletzt Förderung des Wohlbefindens und der Gesundheit der_des Radfahrers_in. Die Konzentration auf den Automobilverkehr ist weder nachhaltig noch zeitgemäß. Stattdessen steht die Förderung des Fahrrad-, Fuß- und öffentlichen Verkehrs an! Wir setzen uns daher eine für:

1. Ausbau von Fahrradwegen und –stellplätzen und die Beschränkung des KfZ-Verkehrs in den die Universität umgebenden Straßen
2. Umverteilung der Haushaltsmittel zugunsten zukunftsfähiger und ressourcenschonender Mobilitätskonzepte
3. Bezahlbare Erweiterung des Semestertickets
4. Barrierefreie U-Bahnhöfe, insbesondere an der Station Thielplatz

Tierleidfrei und Bio

Kritik an Tierhaltung sowie an unökologischen Anbaumethoden sehen wir aus vielerlei Gründen als unerlässlich an. Massentierhaltung produziert in großen Mengen klimaschädliche Gase, verschmutzt das Grundwasser, verschärft das Problem globalen Hungers, Weideflächen haben oft (illegale) Brandrodungen zum Ausgangspunkt. Für unsere eigene Gesundheit und die der in der Landwirtschaft arbeitenden Menschen, aber auch angesichts der hohen Belastungen für Böden, Pflanzen und Tiere, unterstützen wir Lebensmittel aus Bio-Anbau – das heisst: nachhaltige Bearbeitung von Böden, kein Einsatz von Chemikalien und Gentechnik sowie kurze Transportwege.

1. Gegen Tierversuche !
2. Eine Veggie-Wochentag in allen Mensen, mindestens aber mehr vegetarische und vegane Gerichte, damit die Entscheidung nicht zwischen Beilage und Beilage fallen muss.
4. mehr Bio-/ vegetarische/ vegane und regionale Produkte zu Studi-freundlichen Preisen in den Mensen und gegen Produkte aus Massentierhaltung
5. eine kritische Auseinandersetzung mit Mensch-Tier-Verhältnissen im Studium